"Wie kamt Ihr auf die erste Location?"

Nach einer äußerst erfolgreichen Veranstaltung, dem "Event 98" mit einer Modenschau, einem Live Auftritt der Hip-Hop-Band "Die 2", zwei Dancefloors und einer Menge Alkohol im "Atelier 507" in der Hansastr. 45, wurde die Location auch für die neue Münchner Partyreihe "Luna Lounge" gebucht.

Wie war der sofortige Erfolg zu erklären?

Der Erfolg kam nicht sofort. Na ja, eigentlich schon. Die ersten beiden "Luna Lounges" fanden im erweiterten Freundeskreis und im Münchner Nachtleben schnell Begeisterung. Das schlimme war, daß jedesmal die Bestellung des Vodkas größer und der Platz immer kleiner wurde. Dies bedeutete früher oder später den Umzug in eine neue Location. Diese Entscheidung wurde uns jedoch vorher abgenommen.

Was war den schreckliches passiert?

Zwei Tage vor der siebten "Luna Lounge", am 25. 2 auf den Tag genau, bekamen wir vom Besitzer des Ateliers Bescheid, daß das Atelier 507 für Veranstaltungen, wie es die Luna Lounge werden sollte, nicht mehr zur Verfügung steht. 100. 000 DM hätte man investieren müssen, um die Galerie zu unterstützen und eine Fluchttür zu bauen, da die Location für die immer zahlreicher werdenden Gäste nicht geeignet war.

Am 27. 2 sollte die Veranstaltung sein und zwei Tage davor aus und vorbei!! Wie habt ihr Teufelskerle das noch hinbekommen?

Die Idee von der "Luna Lounge" in einer Kirche spuckte schon immer in den Köpfen von uns, jedoch hatte es schon mit dem Teufel zu tun, daß wir auf unserer Promotiontour genau einen Tag vor der Absage auf einem Fashion-Award in einer vermieteten Kirche waren. Nie hätten wir gedacht, daß drei Tage später in genau dieser Location die für viele Leute "beste" Luna Lounge" gefeiert wurde. Hier muß man auch Klaus Gunschmann, dem Geschäftsführer des P1, großen Dank aussprechen, der den Kontakt zur Vermieterin der Kirche sofort herstellte. So wurden aus dem "Atelier 507" Bars, Couchen usw. geholt, die Kirche mit Teppich ausgelegt und dekoriert.

Wie wußten die Leute von der neuen Location?

Gar nicht. Das Türsteherpersonal war am Atelier 507 postiert und verteilte kopierte Wegbeschreibungen an die Gäste, welche dann durch halb München fuhren und einen Meilenstein Münchner Vollmondnächte erlebten.

Wie ging es dann weiter?

P1. Sicher für viele unverständlich, daß eine solche Independentveranstaltung in den reichsten Club Deutschlands zieht. Erklären könnte man es im Nachhinein mit einer wunderschönen Mondscheinterrasse und einem größeren Bekanntheitsgrad der Luna Lounge in München und Umgebung. Die Sonnenfinsternis "Luna Lounge" bildete die vierte und letzte "Luna Lounge" im Nobelladen und kündigte das Ende des Sommers 99 an.

Aber der Sommer war noch nicht vorbei, oder?

Nein, deshalb entschloss man sich erneut eine Location mit Terrasse zu buchen. Hierbei kam man auf die Reitschule. Ein Grund dafür war die wunderschöne, neue Terrasse mit Grillmöglichkeiten, ein weiterer war jedoch, daß den Veranstaltern bei einer früheren Veranstaltung "Event 98" von dem damaligen Geschäftsführer der Reitschule die Location nicht überlassen wurde. Deshalb fanden zwei "Luna Lounges" in der Reitschule statt.

Und dann?

Ist die Luna Lounge gestorben, weil sich beide Veranstalter dem Jurastudium widmen. Nein, das glaub ich nicht.

Wie ging´s weiter?

Natürlich ließen wir die Luna Lounge nicht sterben. Ich, Michael Wieland, und Roman Libbertz führten die "Luna Lounge" am 20. November zurück zu den Ursprüngen: eine ausgefallene Location, angemessene Preise und viele gut gelaunte Partymenschen. Schauplatz hierfür war das Studio 2 der "ARRI-Filmstudios". Bei dem Motto "Rap meets Art" wurde die Legende Steve O auf der Bühne bewundert, die Bilder junger Künstler bestaunt und brutal abgestürzt bei deutlich reduzierten (im Vergleich zum P1 und zur Reitschule) Getränkepreisen. Eine der besten "Luna Lounges" durch das gesamte Ambiente und die gewaltige Location.

Und dann das Ding mit dem ausgelassenen Schwimmbad. Wahnsinn?

Genau. Drei Monate dauerten die Verhandlungen, um das Objekt für unsere "Luna Lounge"-Gäste zu sichern. Am 18. Dezember, pünklich zur Milleniums-"Luna Lounge" (Bericht bei where2go), hatten wir es dank der alten Gastrohasen Michi Kern und Uli Springer doch noch geschafft. Es war bombastisch. Eine halbe Stunde vor Mitternacht wurden die Türen wegen Überfüllung geschlossen. Nichts ging mehr. Hunderte drängelten sich im Regen und auch wir als Veranstalter hatten Mühe, klaren Kopf zu bewahren. Richtig geil war´s!

Und dann Arri-Studios, again?!

Ja und was sich dort ereignete konnte wohl niemand voraussehen. Zeitweise war die Türkenstraße von bis zu 700 Personen versperrt. Kein Durchkommen von Autos Wahnsinn. Eine sehr heiße Angelegenheit.

Im März gastiertet ihr dann im Atelier SAS, was wohl ein wenig übertrieben war?

Genau richtig. Der erste Fehler der Luna Lounge. Wir besichtigten die Location zeitgleich mit der Schwimmhalle im Dezember. Die Dimensionen dieses Ateliers haben wir damals nicht erkannt und so kamen wir am Veranstaltungstag in eine überdimensionale Location. An dieser Stelle müsssen wir uns nochmals für die Unprofessionalität entschuldigen. Durch den Andrang von 3500 Vergnügungssüchtigen ging so ziemlich alles schief und wir gingen mit völlig deprimiert nach Hause.

Aber gefeiert wurde trotzdem grandios!

Na ja. Tut mir leid, daß ich da widerspreche. Dieses Fest hatte keine Luna-Lounge-Atmosphere. Es war ein gutes Fest, aber nicht im Geringsten mit unseren Ansprüchen vergleichbar.

Der Vorwurf die "Luna Lounge" wäre eine zu groß geworden war nicht leicht zu entkräftigen. Wie habt ihr das wieder geschafft?

Dank den Großgastronomen Michi Kern, Wolfgang Nöth und Mathias Scheffel(link) wurde es uns ermöglicht den brandneu gebauten Palst der Revolution zu entweihen.

War ja ein Supererfolg, oder?

Zugegeben ja, denn die Location war zweifelsohne wieder Luna-Niveau, sonst wäre dortz nicht auch im Mai gefeiert worden.Und auch durch die zwei Areas wurden uns neue Möglichkeiten des Entertainments geboten. Die DJ´s..

Entschuldigen sie, daß ich sie unterbreche, nur um dieses Interview gut durchzugliedern muß ich vorher nach den Gastauftritten fragen, bevor Sie von alleine loslege. Wissen sie ich bin kein sehr guter Interviewer.

Geht schon in Ordnung. Also zum ersten brachten die Jungs von Flo Faltenbacher´s "Raum 8" die Halle im April, neben Morton Marks (im Foyer) zum Kochen. Zum anderen faszinierte die Aufteilung im Mai, von Morton Marks (wieder im Foyer) und dem Ex-Freund von Norbert Schmitz und "Blub-Club"(link)-Leihgabe, DJ Cambis.

Na denn viel Spaß bei Eurer nächsten Location dem historischen Münchner Schlachthof. I´ll be there!

  Ich, Roman Libbertz, bedanke mich für dieses Interview bei Michael Wieland, mir bleibt auch nichts mehr zu schreiben als: "Enjoy the next fullmoon!"

 
Wir schreiben das Jahr 2001.! Noch immer beschreitet das Team der "Luna Lounge" neue , bislang unerforschte Partylocations. Durch ihre Spezialwaffe "die besten Gäste" der Stadt ist unsere kleine Partyreihe mittlerweile in ungeahnte Partysphären vorgedrungen. Nichtsdestotrotz forschen die Herrn Michael und Roman ,getrieben von ihrer unbändigen Kraft, kontinuerlich weiter. Zurückliegend bleiben die Praterinsel (Januar und Februar) und die alte Kongresshalle an der Messe (3 Jahre Luna Lounge). Im zweiten Jahr des neuen Jahrtausend sind jedoch "Mutanten" zu Vorschein gekommen. Diese nicht menschlichen Gestalten versuchten über einige Monate, unsere Partyreihe dem Erdboden gleichzumachen. Glücklicherweise fehlte diesen "Mutanten" jedoch eine wichtige Substanz "das Kleinhirn". So konnte das Flagschiff der "Luna Lounge" im Sinne ihrer ständigen Erneuerung der Gefahr Herr werden.
Herr Wieland, wie lange ist ihre Vormachtstellung unter München´s Veranstaltungen noch gesichert? Gute Frage, ich glaube schon im letzten Jahr, waren wir an dem Punkt angekommen, an dem es für uns unmöglich schien nochmals nachzulegen.
Nachzulegen, inwiefern? Ganz einfach. Da fallen mir spontan die Worte Praterinsel und vor allem die alte Kongresshalle ein. Über Monate waren wir bereits mit den jeweiligen Vermietern in Kontakt und letztendlich haben wir alle überzeugen können, dass eine Luna Lounge an Ort und Stelle möglich sei.
Das hat wohl auch einen tiefen Griff in die Hosentasche bedeutet, oder irre ich mich da? Nein, das ist völlig korrekt. Der eine oder andere Obulus hat sicher weh getan, doch so viele glückliche Menschen zu sehen, macht alles wieder gut.
Respekt! Das drei Jahre Luna Fest war wirklich erstklassig. Auch die Pressestimmen kamen ins schwärmen.  

Was sind demnach die Pläne für die Zukunft?

 

Konzentriertes Arbeiten, immer auf Ballhöhe sein und ein glückliches Händchen haben!

 

Weiter und weiter trieb es crew rund um die Luna Lounge ,und selbst nach dem vierten Jahrestag, sind die Protaggonisten noch jeden Monat bemüht, dem Mond sowie den Münchnern die geilsten Feste zu bereiten!

  r&m Eventmanagement - Roman Libbertz u. Michael Wieland
Tel 089 /288 09 005, Fax 089 / 288 09 005
roman@lunalounge.de